JO, dieses Kürzel steht für eine Gruppe junger motivierter
Leute zwischen 14 und 22
Jahren, die gerne alle möglichen Arten von Bergsport ausüben,
sei es im Sommer oder im
Winter, draussen oder drinnen, bei Schneefall oder brütender Hitze,
am Meer oder 4000
Meter darüber, in grossen Wänden oder an gemütlichen
Boulderfelsen.
Damit ihr eine Ahnung von unseren Aktivitäten bekommt, folgt ein
kleiner Beschrieb eines
typischen JO-Jahres.
Winter
Anfang Winter treffen wir uns meistens zusammen mit den Aktiven der
Sektion für einen Lawinenkurs,
um Hänge besser beurteilen zu lernen und Rettungstechniken zu üben.
Auch eine
Anwendungstour gehört dazu. Es folgen mehrere Skitouren, unter
anderem ein
Variantenfahren – lange Pulverschneeabfahrten im Skigebiet gefolgt
von alpinen Gipfeln -
und eine Biwaktour, wo wir uns die eigene Schneehöhle zum Übernachten
buddeln. Auf
die meisten Skitouren kannst du auch mit Snowboard und Schneeschuhen
mitkommen.
Auch im Winter wird bei uns geklettert: Jeden Freitagabend treffen wir
uns zum
Hallentraining im Athletikzentrum St.Gallen und auch an den Wochenenden
gibt es hin und
wieder Ausflüge in grössere Kletterhallen. Ein Höhepunkt
der kalten Monate ist jeweils
das Eisklettern im Engadin, welches dank unseren erfahrenen Leitern
auch für Anfänger
geeignet ist.
Und wer seine Kondition auf die Probe stellen will, der darf die Alpsteintrophy
nicht
verpassen: Ein Skitourenrennen bei Vollmond, dessen Ziel auf der Ebenalp
ist. Dort oben
lernst du dann auch die gemütliche Seite der JO kennen.
Sommer
Sobald der Frühling kommt, sind die jungen Kletterer nicht mehr
in der Halle zu halten: An
Ostern treffen wir uns jedes Jahr im Tessin, um uns auf den warmen Gneissplatten
von
Ponte Brolla wieder an den Fels zu gewöhnen. Ab Mai ist dann auch
der Schnee im
Alpstein so weit geschmolzen, dass wir wieder in unser Clubheim am Fählensee
pilgern
können, um Klettereien im scharfen Kalk zu geniessen.
Die JO steigt aber nicht nur in lotrechte Felswände; auch Bergtouren
über Gletscher und
Grate, Bouldern (Klettern an grossen Steinblöcken), Slacklinen
und Höhlentouren sind
beliebte Sportarten. So machen wir jedes Jahr mehrere Hochtouren, darunter
eine für
Anfänger, und eine Tour mit Slackline&Bouldern. Die Höhlentour
wird im Herbst von
erfahrenen Höhlengängern geleitet.
Lager
Wir reisen gleich mehrmals jährlich ins Lager: An Pfingsten zum
Sportklettern (z.B. Jura
oder sogar Como...) und im Sommer in ein alpines Gebiet wie das Bergell
im
Bündnerland, das Grimselgebiet im Berneroberland oder das Trientgebiet
im Wallis, wo
längere und auch anspruchsvolle Touren an höheren Bergen geklettert
werden. Am
Saisonende, wenn alle ihre Hochform erreicht haben, fahren wir mit Minibus
(und Fähre) in
ein südliches Sportklettergebiet: Finale Ligure, Arco, Como (Norditalien),
Calanques
(Frankreich) oder Sardinien sind beliebte Destinationen.
Gemeinschaftliches und Gemütliches
Jeden Frühling sind wir an der OFFA mit einer selbstgebauten Kletterwand
vertreten.
Dabei helfen unsere Jungen mit beim Sichern und erhalten dafür
Verpflegung und
Übernachtungsgutscheine für das Clubheim. Immer Anfang Sommer
findet in unserem
Clubheim ein „Holz- und Putztag“ statt. Das bedeutet nicht
nur Arbeit, sondern ist immer
eine Gelegenheit für die Kibe, JO, Aktiven und sogar Senioren,
um die Mitglieder anderer
Generationen besser kennen zu lernen. Als Belohnung für die Arbeit
gehts am zweiten Tag
zum Klettern in die Kreuzberge oder ans Südplättli.
Zwei weitere schöne Ereignisse sind jeweils der Diahöck im
November und das
„Chlausen“ im Clubheim im Dezember.
Leistungssport
Unsere JO-ler sind begeisterte Kletterer, und ein gewisser Ehrgeiz ist
den meisten
gegeben. So entscheidet sich hin- und wieder einer, regelmässiger
und seriöser zu
trainieren, um als Athlet des Regionalzentrums Sportklettern regionale
und nationale
Wettkämpfe zu bestreiten.
Jedes Jahr nehmen auch drei bis vier unserer JO-ler bzw. Leiter an der
„Säntis-Challenge“
teil, ein Duathlon, der auf den Säntis führt. Auch der „Hoher
Kasten Berglauf“ hat JOPräsenz.
Umweltschutz
Die Prinzipien eines sorgfältigen Umganges mit der Natur sind seit
150 Jahren in den
Grundsätzen des SAC verankert.
Auch wir von der JO tragen dem Rechnung: Der Grossteil unserer Touren
wird mit
öffentlichen Verkehrsmitteln durchgeführt.
Es gilt das Prinzip, dass sich der Bergsteiger in der einmaligen Alpenwelt
als Gast fühlt;
das heisst, dass er die Einmaligkeit und den Reichtum der alpinen Flora
und Fauna
schätzen lernt und die Auswirkungen seiner alpinistischen Aktivitäten
auf die alpinen
Ökosysteme auf ein Minimum zu verringern sucht.
Diese Werte pflegt die JO vor allem auf Touren wie der Biwaktour, wo
man auf
eindrückliche Art und Weise erlebt, wie man mit wenig Material
und ohne Hütte in die
Berge gehen kann. Aber auch beim Anlass „Feuer in den Alpen“
wird dies gelebt, bei dem
die Teilnehmer auf einem Alpsteingipfel spät am Abend eines von
mehreren Feuern im
Alpenraum entfachen. Dies als Zeichen für den Schutz der Alpenwelt,
aber auch um sich
etwas zu wärmen vor einer Nacht unter dem freien Himmel, nach einem
langen Klettertag.
JO und KiBe
Die jüngeren KiBeler (10-14 Jahre) gehen auf die Touren der JO
mit, sobald sie alt genug
sind oder ein gewisses Niveau beim Klettern erreicht haben. Es gibt
aber einige Touren,
wo sowohl KiBeler als auch JO-ler zusammen „z' Bärg“
gehen. Und die Grenzen zwischen
den „Grossen“ und „Kleinen“ werden bewusst nicht
so strikt gehandhabt.
Falls du bereits über 14 Jahre alt bist und neu beginnst, ist es
problemlos möglich, direkt
bei der JO einzusteigen.
Wir von der JO hoffen, dich mit dieser Beschreibung unseres Vereins
gepackt zu haben und
erwarten dich gerne auf einer unserer Touren. Du kannst problemlos einmal
auch nur zum
„schnuppern“ mitkommen!
Bis bald einmal auf einer Tour!
Pascal Egli, Chef Jugend
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Hier
kannst Du das vollständige JO-Portrait Beschreibung
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